The past is gone oder warum sollte ich mich seelisch mit Dreck beladen??
Mit dieser Einstellung denke ich mal komme ich eh am weitesten. Es schert mich einen Scheiß was die Menschen denken oder gar was sie tun. Mir ist nur meine Familie wichtig, wobei dazu nicht nur Menschen zählen deren Blut ich teile, nein es sind auch vereinzelte Wesen die etwas in mir berührt haben, die mich dazu bringen diesen ganzen Dreck der sich leben nennt zu ertragen.
Es ist nicht leicht ein Gott zu sein.
Be your own god.
Eine nette Umschreibung für gepflegten Egoismus. Ohne denn geht’s eh nicht. Das ist so wie mit den Menschen es geht nicht mit und auch nicht ohne, wobei es Momente gibt in denen ich am liebsten allein auf dieser beschissenen und doch manchmal so traumhaft schönen Welt wäre. Ebbend in meinem eigenen Universum. Ob’s wohl langweilig wär?? Auch hier muss ich zu meinem eigenen Bedauern feststellen, ich weis es nicht. Wenn mich mal wieder der Schmerz packt und ich brüllen könnt , mein Aggressionspegel steigt und die Hemmschwelle sinkt denk ich wäre es auf jeden Fall angenehm. Problem wäre mit den normalen Widrigkeiten des Lebens bzw. Daseins zurechtzukommen. Will damit sagen das geht los bei der Nahrungsherstellung, über Kleidung hin zu Elektronik. Es wäre doch in dem Falle wahnsinnig schade auf das orgiastische vergnügen eines DVD bzw. CD Kaufs verzichten zu müssen. Ich bin also in einem argen Dillema. Auf der einen Seite meine Gier nach Ruhe und Abgeschiedenheit, oder gar Eremitentum, auf der anderen Seite jene Seite meines Geistes welche genussüchtig danach trachtet das Leben so angenehm und erfreulich , im dekadenten Luxus schwelgend, wie möglich zu verbringen.
Doch kommen wir zurück zum einem der Gegenstände dieses Pamphlets. EGOISMUS und seine erweiterten Erscheinungsformen in meinem Geist. Denn im Endefekt ist es meine eigener mir gegebener Egoismus und mein überzogener Selbsterhaltungstrieb welche mich dazu befähigen in der Vergangenheit nicht meine Zukunft zu sehen. Ich stehe zu jedem , na ja fast jedem meiner Fehler, welchen ich im Laufe meines kurzen Daseins gemacht habe.
Ich werde jetzt nicht darauf eingehen welche Fehler oder Gegebenheiten das sind an welche ich nicht gern erinnert werde oder an die ich mich selbst nur und widerstrebend schmerzlich erinnere. Zuviel geht jedes Mal kaputt. Dies nennt man wohl die berühmten Leichen im Keller, wobei meiner wahrscheinlich noch unterhöhlt ist.
Eines Tages werde ich selbst eventuell den Mut finden tief genug zu graben mit dem Ergebnis mich selbst analytisch zu zerfleischen. Es ist sogar möglich das dies genau dadurch geschieht das ich in diesem Moment schreibe. Der Sinn erschließt sich mir im Jetzt zwar nicht aber es muss im Endeffekt einen Grund dafür geben das ich mich in eine spezielle Form des Seelen-Masochismus hineinbegebe.
Verstehen und begreifen meines Selbst erwarte ich von keinem der Menschen die mich umgeben, wie sollten sie auch begreifen was mich treibt oder was mich bewegt. Sie können es erahnen, fühlen und in Ansätzen gar verstehen, aber sie werden nie hinter das ganze sehen.
Diesen Blick gewähre ich nur wenigen Menschen, leider meist mit dem Ergebnis das ich danach schräg angesehen werde, Unverständnis ernte und sich die betreffenden kopfschüttelnd abwenden. So war es bisher fast immer zu meinem eigenen Bedauern.
An Abenden wie dem vergangenen, wenn der Schmerz mich überwältigt, mich zwingt zur Kapitulation, zur Aufgabe, zur Resignation gegenüber meines eigenen Ich's, an solchen begreife ich meine eigene Endlichkeit, meine Fehlbarkeit und Arroganz mir selbst gegenüber. Ja ich bin mein eigener Gott, leider hat selbst ein Gott Grenzen welche er beachten und akzeptieren muss. Die Grenzen zu stecken ist eine Sache, darüber zu gehen, so gut dies in den meisten Momenten tut, eine andere. Die Konsequenz daraus kann eine Erfahrung sein welche schmerzt, nicht nur körperlich sondern auch geistig. Wobei der geistige die größeren Narben hinterläßt. Eine weitere im Geflecht meines Geistes.
Geistiger Schmerz ist der eigentliche Urheber der meisten Gedanken oder Taten welche mein Leben bestimmen. Nicht immer körperlich und auf keinen Fall immer zu meinem Vorteil, aber jede Erfahrung, und sei sie noch so schlecht in dem Moment, ist im Endeffekt ein weiterer Stein im stetigen Wachsen meines Geistes und Intellekts. Ich weis das ich arrogant und überheblich wirke wenn ich solche Sätze ganz gelassen von mir gebe, sie sind jedoch ernst gemeint und eigentlich nur der Spiegel dessen was sich reflektionsartig in mir selbst bricht. Mich manchmal fast zerbricht. Doch die Stärke die in mir, gewachsen erst in den letzten Jahren, lebt und weiter wächst, hält mich davon ab den Menschen und damit auch meiner Vergangenheit recht zu geben. Ich werde nicht aufgeben nur weil man es von mir erwartet. Sieg durch Untergang. Selbst im letzten Moment meines dann kümmerlichen Daseins werde ich ihnen ins Gesicht spucken, die graue Masse wird mich nicht bekommen und vereinheitlichen, absorbieren und zu einem nichts degradieren.
Die Ursachen liegen in der Kindheit. Welch einfache Metapher um sich selbst zu beruhigen das man den gegenüber doch versteht, auch wenn er eigentlich gerade gar nicht so reagiert wie man es gewohnt ist und erwartet. Wenn der andere ausbricht aus dem vorgegebenen Gefüge, versucht sich das ängstliche und nichts sagende Hirn eine Entschuldigung für das von der Norm abweichende Verhalten auszudenken. Freud hat da eine recht gute und scheinbar allgemeingültige Erklärung gefunden. Es ist viel einfacher die Schuld bei anderen und in der Vergangenheit zu suchen als sich selbst einzugestehen etwas nicht begriffen, verstanden oder bemerkt zu haben. Die Kindheit, wie weit liegt sie weg, verkümmert in einigen Fotos in bunt oder schwarz-weiß. Erinnerungen sind schöngefärbt, daher ist die Versuchung groß dort etwas zu verstecken was im hier und jetzt nicht existieren darf aber im Endeffekt doch der Auslöser sein könnte für abnormales unangepasstes Verhalten. Ist es nicht schön das wir alle so einen Müllplatz besitzen.
Ein wohlwollender "Freund" meinte mal zu mir das mein Schwulsein etwas damit zu tun hat das ich eine zu starke Mutterbindung hätte. Das hat er auf Spiegel.de oder einer ähnlichen , geistigen Dünnschiss verbreitenden Website gelesen. Gierig zieht sich die stumpf dahin treibende Masse solche Ergüsse welche als Erklärung , natürlich hochwissenschaftlich, getarnt sind in ihren gleichgeschalteten Geist, um sie beim nächsten Stammtisch oder bei passender Gelegenheit einem verständnisvoll nickenden Publikum zu präsentieren. Wir sind ja alle so verständnisvoll und voller Mitgefühl den armen Kreaturen gegenüber die so leiden müssen. Nur haben diese Individuen der Dummheit nie begriffen was es heißt zu leiden, wie sollen sie auch. Sie sind es doch die im Endeffekt vegetierend in vorgegebenen Bahnen ihr Dasein fristen, behütet, gehütet, meist ohne die echte, reale Chance dies auch nur einmal zu durchbrechen. Leid und Schmerz passen nicht in diese saubere, klinisch reine, Arielgestärkte bunte Welt. Leid hat der große Götze für die anderen reserviert, nur nicht für uns, sollten wir es doch einmal zu Gesicht bekommen reichen ein paar Cent um das Gewissen zu beruhigen. Nein sie kennen das echte Leid nicht, es würde ihren Geist zerstören dadurch das es zeigt wie nichtig sie doch alle sind in Ihrer selbst gewählten Erbärmlichkeit, aber gerade dadurch bleibt ihnen auch das Hochgefühl des Triumphes versagt. Sie werden ewig in ihrem irdischen Jammertal vegetieren und darin umkommen, der eigenen Göttlichkeit entsagt. Was kommt dem Hochgefühl des Triumphes gleich, die Köstlichkeit des Sieges. Wenige Menschen erleben dieses Gefühl wirklich, aber jeder kennt es. Der schmerzverzerrte Gesichtsausdruck des Sportlers genau wie des Soldaten, der eine im Bewusstsein sich selbst und damit alle anderen besiegt zu haben, der andere weil er über sich und seine mentale Sperre hinausgewachsen ist.
Wie schon erwähnt die Ursachen liegen ebbend in der Kindheit oder auf jeden Fall wenigstens in der Vergangenheit. Denn das hier und jetzt ist schön und bunt. Trügerischer Selbstbetrug.
Selbstbetrug , welch hartes Wort dafür das man versucht die zarte Pflanze des eigenen Ichs zu schützen. Es fragt sich nur vor was zu schützen, vor sich selbst oder vor andren? Eine der Fragen die ich mir immer wieder stelle. Betrügt man sich wirklich selbst oder doch nur seine Umwelt? Letzteres wäre verzeihbar in gewissen Maße, die eigene Haut ist nun mal näher als die fremde. Wenn du allerdings beginnst dich selbst zu belügen und dir was vorzumachen hast du ein echtes Problem. Ging mir eine zeitlang so. Das klammern an die Vergangenheit kann teilweise sehr absurde Züge annehmen. Mittlerweile weis ich wo ich bin und wo ich stehe. Im hier und jetzt. In keiner Vergangenheit in keiner fernen Zukunft.
Fragt sich nur was mich in dieser Zukunft erwartet. Eigentlich muss ich mich genau in diesem Moment jetzt revidieren, ich lebe so scheint es mir im Moment doch nicht immer im hier und jetzt. Wie sonst sollte ich mir das seltsame Gefühl einer gewissen Zukunftsangst erklären. Ja ich gebe es zu auch ich mache mir Gedanken darüber was denn morgen ist. Allerdings zu meiner eigenen Beruhigung nicht ganz so wie das gemeine Herdentier, ich habe weder eine Riester-Rente noch eine Lebensversicherung. Doch ich gebe zu ich habe ernsthaft mit dem Gedanken gespielt mir eine private Rentenversicherung zuzulegen. Sicher keine so blöde Idee vor allem wenn einem die ganzen anderen Möglichkeiten nicht unbedingt etwas bringen. Sei es unsere verstaatlichte Raubritter-Methode, genannt Riester-Rente, oder die Lebensversicherung. Welche Versicherung nimmt schon jemanden dessen Gesundheit nachträglich verpfuscht und irreparabel ist. Wobei es sicher wieder mal ne interessante Erfahrung wäre sich in einen psychologische Betreuung zu begeben. Diese kleinen nichts wissenden Ärzte die dich betrachten wie ein Tier im Zoo, Interesse heuchelnd, sabbernd auf deine Offenbahrung warten um sich wie ein Rudel Hyänen daraufzustürzen, deine Gedanken zerlegen mit ihrem angelernten, auswendig gelernten Wissen aus Büchern. Ja es wäre mal wieder witzig denn einen oder anderen jungen Arzt, wobei mir da das Geschlecht egal ist, in Zweifel zu stürzen ob er wirklich so weise ist. Es ist witzig als Patient zu kommen und als Sieger vom Schlachtfeld der eigenen Psyche zu gehen. Ein hilfloses Bündel Mensch im eigenen Zweifel liegen sehend, Zweifel die ihm nie gekommen wären wenn er sich nicht auf den Wahnsinn eines Gottes eingelassen hätte. Um bei dem Vergleich mit dem betrachten im Zoo zu bleiben, gefällt mir irgendwie, wirft halt nur die Frage auf, auf welcher Seite vom Käfig stehen die anderen. Ich denke also bin ich. Okay geklaut aber das trifft es ganz gut. Sollen sie doch denken sie betrachten mich im Käfig, sie merken bei der Gelegenheit nur nicht das sie genauso in einem Käfig sind. Er ist größer sicher, für Massentierhaltung benötigt man nun mal mehr Platz, aber dafür kenne ich meine Grenzen, und das wissen um die Dummheit der Masse erleichtert mir das Ertragen dieser Welt.
We all life in our own Hell.
Die Krone gehört dem Einzel Individuum und nicht der Masse. Was befähigt mich diese Krone zu tragen?? Meine Arroganz, mein Egoismus und meine geistige Überlegenheit, ganz einfach. Ich bin mehr als die Summe aus dem oben genannten. Auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole, ich bin ein Gott! Sollte ich es wieder Erwarten nicht sein bin ich auf jeden Fall nahe dran.
Ich frage mich selbst was befähigt mich dazu dies zu sein. Wer oder was hat diese Gabe der Erkenntnis von Zusammenhängen geweckt. Sollte es doch mein Ausflug in die Gefilde des Todes sein. Als mein altes Leben beendet wurde, mein neues begann passierte beim Übergang ein Missgeschick an das ich mich ungern und meist auch nur sehr verschwommen erinnere. Die Gewissheit allerdings um das Wissen das man selbst dies schon gesehen und erlebt hat ist beängstigend. Eigentlich Blödsinn, denn wenn ich dem Tod getrotzt habe wovor soll ich mich dann noch fürchten, außer vor der Angst allein zu sein. Einer meiner schlimmsten Alpträume ist immer noch der allein zu sein. Nur meine Gedanken die mich unaufhörlich quälen, niemanden zu haben der mich tröstet, ebend richtig allein zu vegetieren und Gevatter Hein entgegenzutreten ohne das Gesicht oder einfach nur die Hand von jemanden zu halten und zu spüren. Jemand der für mich da ist mich liebt, mich achtet. Ich habe diese Liebe gefunden und doch bleibt diese Angst. Der Mensch, ich muss mich leider dazuzählen von der Rasse her, ist ebend immer im Zweifel.
Um noch einmal auf diesen Ausflug in irreale Gefilde zurückzukommen, ich kann nun sagen was uns respektive mich dort erwartet. Nämlich nichts!! Schwärze, Dunkelheit, Kälte. Kein Licht am Ende des Tunnels. Nein nicht einmal ein Tunnel. Einfach nur ein spürbares Nichts. Ich werde nie denn Moment vergessen als es mir bewusst wurde, das das was da blutend lag ich war, das dies kein Traum war. Ich sah mich offen und zerfetzt auf diesem kalten Stahltisch liegen. Unbeteiligt betrachtete ich mich. Es tat mir in dem Moment nicht leid alles hinter mir zu lassen. Ich spürte ein langsames Vergehen, so in etwa wie sich ein Stück Kandiszucker in einem Glas Tee löst, erst ein Springen wenn sich das Gefüge Platz schafft, dann ein langsames auflösen. Es war nicht unangenehm. Ich bemerkte eigentlich nur eine unendliche Ruhe und Stille. Nein mir begegnete niemand, ich habe keinen gesehn der schon tot war. Es gab selbst in diesen jungen Jahren einige denen ich gerne wieder begegnet wäre. Interessant das ich in diesem an Bobby denken muss. Aber dazu eventuell später mehr. Schmerzhaft war das Gefühl wieder in diesen Körper gezogen zu werden. Zurück in dieses irdische endliche. Mit dem Eintauchen in meinen Schmerzgefüllten Kadaver verschwand auch die Erinnerung an meinen Ausflug in das Reich des Todes. Es kostete mich einige Mühe diese wieder herzustellen. Aus Fragmenten meiner Seele beziehungsweise meines Geistes, aus dem abtauchen in selbige. Doch ein Gott vergisst nicht wirklich, genau so wenig wie er vergibt.
Eigentlich sollte es mir widerstreben das ich nicht in der Lage bin zu vergeben. Vergebung ist eine erhöhte Form der Machtausübung, eine sehr subtile aber auch sehr wirkungsvolle. Das huldvolle Vergeben von Kleinigkeiten genau wie das von wirklichen Seelenbrocken ist etwas was ich bisher nie richtig fertig gebracht habe. Ich suhle mich lieber in meinem Hass, meiner Wut, meinem Zorn, meiner aufrichtigen Abscheu vor etwas oder jemanden. Lebe all dies aus, bis zum letzten. Ein Exzess höchster Güte, reinigend befreiend aber auch fesselnd und einengend. Du darfst nie in deiner ganzen Wut dich selbst vergessen oder gar aufgeben. Nähre deinen Zorn aber gestatte ihm nie dich aufzufressen. Füttere deinen Hass, aber sieh dich vor das er dich nicht verschlingt. Ich denke ich war kurz vor dem Punkt wo mich mein Hass fast verschlungen hat.
Ich habe bis zur Selbstaufgabe an einer Rache gearbeitet ohne Rücksicht auf Verluste. Der Hass besteht immer noch, er wird sich selbst nicht dann legen wenn der Grund von dieser Welt, diesem Universum verschwunden ist. Geht eigentlich Hass immer einher mit Rache? Gute Frage auf die ich derzeit keine echte Antwort habe. Mein Gefühl sagt mir ja es muss so sein. Rache ist ein süßes unbeschreibliches Gefühl. Sie schmerzt, bohrt in dir, lässt dich verzweifeln kann dich aber auch in eine Hochstimmung versetzen welche mit nichts zu vergleichen ist. Eine vollzogene Rache ist eine Orgie im Kopf, so wie ewiger Sex. So in etwa muss es sich anfühlen. Das Objekt der Rache am Boden zu sehen, flehend, winselnd um Gnade. Dann kalt lächelnd zuzuschlagen, eine weitere Wunde hinzufügen, sich am Leid weiden, bezahlen lassen für jede Sekunde und jeden Zweifel der in mich gelegt wurde. Immer wieder. Was ist Gnade? Gnade ist für die schwachen, man könnte auch sagen Gnade gibt der der verzeihen kann, da mir dies nicht möglich ist gibt es von mir auch keine Gnade. Ich denke jeder der sich näher mit mir einlässt weis dies. Naja nicht jeder. Ein Wesen hat es geschafft mich fast zu zerstören ohne an die Folgen zu denken. Es ist ein verdammt beschissenes Gefühl zu merken das jemand dem du dich geöffnet hast, mit dir gespielt hat. Nach dem ersten Schock wich die Wut dem Hass und sie der Rache. Ich werde nicht ruhen. Niemals! Meine Rache ist noch lange nicht vollzogen. Und sollte es mich das letzte Stück an Menschlichkeit kosten. NIEMALS!!!!
Jetzt steht natürlich die Frage im Raum, wie ist es möglich einen Gott so zu hintergehen das er sich selbst vergisst, er jeden seiner Grundsätze über den Haufen wirft. Heute im nachhinein betrachtet verstehe ich es selbst nicht. Das einzige was ich weis ist, das es eine der größten Narben in meinem Hirn hinterlassen hat. Größer fast als die welche sich wie ein tiefer Graben durch meinen Kopf zieht. Manchmal bricht sie noch auf, minimale Stellen welche erst ein wenig schwären und dann wieder vergrinden.
Ein recht guter Vergleich von Hass denn ich da gefunden habe. Eine Narbe, verheilt oberflächlich, aber unter dem neuen Gewebe gärt und brodelt es. Kleine Stücke dieser Narbe reißen ab und an auf und geben ihr eitriges Gift nach außen ab, schwärend, stinkend und auf eine gewisse Art reinigend. Solange das Bakterium und der Schmutz welche im Körper nisten nicht ausgemerzt sind wird es keine echte Heilung geben. Man gewöhnt sich an das dumpfe Pochen unter seiner Haut. Bemerkt es meist nicht. Nur wenn der Druck zu groß wird unter dem neuen Gewebe bricht es ein wenig auf um sich meist recht schnell wieder zu schliessen. Mir bleibt also eigentlich keine andere Wahl als den Dreck und das Bakterium mit meinem Zorn und meiner Rache zu zerstören. Ja ich gebe zu ich mache es gern. Wer mich kennt weis um das diabolische Lächeln welches in diesem Moment aus mir leuchtet. Es kann manchmal so befriedigend sein.
Zurück zur Vergebung, ist es nun ein Zeichen von Stärke oder doch eher Schwäche oder gar Dummheit. Stärke ist es auf gewisse Art, Stärke sich selbst gegenüber und Überlegenheit gegenüber dem anderen. Aber auf der anderen Seite ist es Resignation und Aufgabe. Wer gewinnt wirklich bei einer Vergebung?? Wenn man es so betrachtet keiner, und genau das ist das fatale daran. Es hat eigentlich niemand einen Nutzen davon außer das man sich und seine Seele beruhigt. Es ist wohl eher das Gewissen als die Seele. Ich denke nicht das sie davon berührt wird. Wenn das Karma einmal versaut ist wird es durch einen Akt der Reue auch nicht wieder besser. Eine weitere Sache welche sich nicht regeneriert. Manchmal unpraktisch aber im großen und ganzen ebend als Gegebenheit hinzunehmen.
Life is a Bitch and then u Die!!